Verständliche Sprache und digitale Strategie

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Deutschland deklariert verständliche Sprache als unabdingbar für den disruptiven Wandel.

Deutschland deklariert verständliche Sprache als unabdingbar für die digitale Transformation.

Verständliche Sprache rückt ins Zentrum des nationalen Interesses: Neben Infrastruktur, Datenbewusstsein und Kompetenz der Bürger in den digitalen Themen deklariert Deutschlands Digitale Strategie verständliche Sprache als unabdingbar um die Herausforderungen der digitalen Transformation zu bestehen.

D21-Digital-Index: Deutschland unterdurchschnittlich kompetent im Umgang mit digitalen Begriffen

Am Dienstag den 03. November 2015 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie den D21-Digital-Index in Berlin vorgestellt. Laut Experten sei „die Gesellschaft unterdurchschnittlich kompetent im Umgang mit digitalen Begriffen“, was sich als Hindernis für die Etablierung der digitalen Gesellschaft erweist. Nach der bundesweiten Umfrage konnten sich nur wenige Bürger vorstellen, was hinter den Termini Big Data, Internet der Dinge oder Smart Meter versteckt. Immerhin haben viele Bürger in den letzten 12 Monaten den Unterschied zwischen WLAN- und LTE (Long Term Evolution) verstanden bzw. können sich ein mentales Modell für Cloud-Services vorstellen.

Die Telekommunikation im kontinuierlichen Wandel

Kein Zufall, dass genau die Termini der Telekommunikation bzw. der Informationstechnologie im Visier der Promotoren des Digitalen Wandels sind. Die kontinuierlichen Weiterentwicklungen in den Funktionen und Möglichkeiten der mobilen Geräte erfordern seitens der Konsumenten extreme Aufmerksamkeit für die Erkennung neuer Trends und Disziplin für das Testen neuer Funktionen. Allerdings ist gerade erst durch das korrekte Verstehen der zugrundeliegenden Terminologie die selbstgesteuerte Akquisition neuen Wissens und die Orientierung im Angebotsdschungel der Telefonieanbieter überhaupt möglich.

Kompetenz und Offenheit für die digitale Selbstbestimmung

Was wiederum für die Vernetzung der Bürger notwendig sei, sind laut Dr. Marc Reinhardt, Senior Vice President und Head of Public Sector Capgemini „[…] Kompetenz und Offenheit für die digitale Selbstbestimmung der Nutzer nötig, während die Anbieter Vertrauen und Transparenz herstellen müssen“.

Laut dem D21-Digital-Index 2015 liegt der Umgang mit den digitalen Medien in Deutschland nach wie vor auf einem mittleren Niveau. Vor allem im Bereich der technischen bzw. digitalen Kompetenz sehen die Experten Nachholbedarf. Schließlich ist dieser Bereich der mit der höchsten Gewichtung für die Bemessung der Digitalisierung in Deutschland.

Die digitale Gesellschaft braucht digital souveräne Bürger, die eigenverantwortlich mit den Produkten, Geräten und Technologie der heutigen Zeit umgehen können (Kompetenz) und sich proaktiv mit den Vorteilen und möglichen Risiken der Nutzung auseinandersetzen (Offenheit). (Einleitung, S. 7, D21-Digital-Index 2015)

Verständliche Sprache und digitale Strategie

Durch die adressatengerechte Erklärung der Begriffe der Informationstechnologie und der Geschäftsmodelle der Internetanbieter würde man auch den „häuslichen Gelegenheitsnutzern“ und „außenstehender Skeptikern“ unserer digitalen Gesellschaft die Partizipation an der digitalen Transformation sowie die konsumentenbewusste Wahl ermöglichen.

Autor: Micaela Andrich (termlogica)

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